
Dieses Prüfverfahren untersucht die elektrischen Parameter bzw. die Stabilität der Faserdämpfung eines LWL-Kabels nach Temperaturwechsel und Luftfeuchtigkeitsveränderungen.
Prüfaufbau:
Ca. 700 - 1200 m Kabel (eine ganze Fabrikationslänge) werden als loser Ring oder Spule in eine Klimakammer eingezogen und je eine Vor- und Nachlauffaser angespleißt, sowie zwangsfixiert.
Spezifizierung:
Anzahl der Zyklen, anzufahrende Grenztemperaturen sowie deren Haltezeiten und Änderungsgeschwindigkeiten
Der Prüfling wird auf Dämpfungsänderungen während und nach dem Test überwacht.

Das Verhalten der elektrischen Parameter des Datenkabels wird mittels Zugbeanspruchung, die während der Verlegung (maximal zulässige Zugkraft) autreten kann, geprüft. Alternativ kann auch die Faserdehnung untersucht werden.
Prüfaubau:
Radialer Druck über S-Rollenbögen
Prüfung des Kabelziehverhaltens, Dämpfungsänderung und /oder Faserdehnung bei Zugbeanspruchung

Die Prüfung bestimmt die Widerstandsfähigkeit eines LWL-Kabels gegen wiederholte Biegung.
Prüfaufbau:
Das Biegeverhalten des Kabels wird bestimmt, indem eine Kabelprobe um 90° (also in der Summe von Endlage zu Endlage 180°) mehrmals vorwärts und rückwärts gebogen wird.
Spezifizierung:
Anzahl der Zyklen, Biegeradius, Zugbelastung
Die elektrischen Parameter müssen der Norm EN 50173 entsprechen.

Die Fähigkeit eines LWL-Kabels, einem oder mehreren Schlägen zu widerstehen wird geprüft.
Prüfaufbau:
Der Prüfling wird auf eine ebene Stahlplatte gelegt und mit einer bestimmten Fallenergie (definiert über Masse und Fallhöhe) belastet.
Spezifizierung:
Fallenergie, Radius des Fallhammers, Anzahl der Schläge, Temperatur bei der Prüfung Frequenz der Schläge
Es dürfen keine Schäden am Kabelmantel entstehen, der optische Durchgang der Fasern bzw. der Dämpfungserhöhung wird während und nach dem Test überwacht.

Die Prüfung bestimmt die Fähigkeit eines LWL-Kabels, Querdruck zu widerstehen.
Prüfaufbau:
Das Kabel wird zwischen einer ebenen Stahgrundplatte und einer beweglichen Stahlplatte mit 100 mm Länge zuzüglich 5 mm Kantenradius angebracht und mit vorgegebener Kraft und Zeit gequetscht.
Der optische Durchgang der Fasern bzw. der Dämpfungserhöhung wird während und nach dem Test überwacht.

Die Widerstandsfähigkeit eines LWL-Kabels gegen mechanische Verwindung (Torsion) wird bestimmt.
Prüfaubau:
Der Prüfling wird in zwei Klemmen eingespannt und um ± 180° (in der Summe von Endlage zu Endlage um 360°) tordiert.
Spezifizierung:
Tordierte Länge, Anzahl der Zyklen, angelegte Zugbelastung
Es dürfen keine Schäden am Kabelmantel entstehen, der optische Durchgang der Fasern bzw. der Dämpfungserhöhung während und nach dem Test wird überwacht.

Mit dieser Methode wird überprüft, ob im Falle einer Beschädigung des Mantels das Eindringen von
Wasser in das Kabel verhindert werden kann. Die Prüfvorschrift unterscheidet zwei Verfahren:
A: Das Wasser kann radial durch ein Stück entfernten Mantel in die Kabelseele eintreten.
B: Das Wasser kann in die gesamte Querschnittsfläche des Kabels eintreten.
Prüfaufbau:
Das Kabel wird in der Waagerechten liegend an eine 1 m hohe Wassersäule angeschlossen.
Die Probe mit einer Länge von 3 m wird 24 Stunden dem Wasser ausgesetzt.
Spezifizierung:
Probenlänge, Dauer der Prüfung, das angewandte Verfahren A oder B.

Der Zweck dieser Prüfung ist die Bestimmung der Widerstandsfähigkeit eines LWL-Kabels gegen wiederholte Biegungen im Betrieb.
Prüfaufbau:
Der Prüfling wird S-förmig über zwei Seilrollen geführt und beidseitig mit einem Gewicht belastet. Die Seilrollen befinden sich auf einem verschiebbaren Wagen, der eine wechselseitige Translationsbewegung durchfährt.
Spezifizierung:
Durchmesser der Seilrollen A und B, Länge des Verschiebeweges des Schlittens, Anzahl der Zyklen, Masse der angebrachten Gewichte.
Der optische Durchgang der Fasern bzw. der Dämpfungserhöhung wird während und nach dem Test überwacht.